Von Grace aus Ruanda
Bevor ich nach Deutschland kam, hatte ich große Hoffnungen und Träume. Ich freute mich darauf, eine neue Kultur zu entdecken, meine Deutschkenntnisse zu verbessern, geistig zu wachsen und in meiner Einsatzstelle zuverlässig zu arbeiten. Ich erwartete, mich leicht an das Leben in Europa anzupassen, neue Beziehungen aufzubauen und ein tieferes Verständnis für die globale Kirche zu erfahren.
Die erste Zeit in Deutschland war spannend, aber auch überwältigend. Ich wurde von der VEM und meiner Einsatzstelle herzlich aufgenommen, obwohl es schwer war, mich an die Sprache, die Kultur und das Wetter anzupassen, aber ich war dennoch dankbar, die Freundlichkeit und Unterstützung der Menschen zu erfahren.
Die meiste Zeit fühle ich mich positiv und dankbar und genieße es, mit Menschen zu interagieren und meine Umgebung zu erkunden. An schwierigen Tagen versuche ich, mit meinen Mitfreiwilligen in Verbindung zu bleiben oder mich an meine Mentorin zu wenden, um mich zu ermutigen, oder wenn ich niemanden finde, male ich oder mache irgendwas, was mit Kunst zu tun hat.
In meiner WG organisieren wir uns, indem wir Reinigungspläne festlegen und die Verantwortlichkeiten für Kochen und Einkaufen abwechseln. Dieses gemeinsame Leben trägt dazu bei, Gemeinschaft und Verantwortung aufzubauen. In meiner Freizeit mache ich gerne Spaziergänge in der Stadt, besuche verschiedene Veranstaltungen und lerne Deutsch. Ich verbringe auch Zeit damit, mich mit anderen Freiwilligen zu vernetzen, um Erfahrungen auszutauschen.
Das erste VEM-Seminar, das in Wuppertal stattfand, war ein Highlight. Es gab mir die Möglichkeit, andere Freiwillige zu treffen, praktische Tipps für die Integration zu erhalten und die Vision der VEM zu verstehen. Gruppendiskussionen und interkulturelle Workshops waren besonders hilfreich und haben Spaß gemacht. Das wichtigste Highlight war bisher der Aufbau von Freundschaften zwischen verschiedenen Kulturen und die Teilnahme an bedeutenden kirchlichen Aktivitäten:
- Ich habe den Kirchentag 2025 besucht, der in Hannover stattgefunden hat, ich habe dort viele Dinge gesehen und gelernt.
- Ich habe mich sehr gefreut, Teil der Pilgergruppe mit den Konfis der Evangelischen Elias-Kirchengemeinde Dortmund zu sein, weil es mich stärker gemacht hat, als wir auf unserem Weg an verschiedenen Orten hier in Deutschland über das Wort Gottes nachgedacht haben.
Eigentlich war alles gut, aber Tiefpunkte waren das Heimweh und der Kampf mit Sprachbarrieren. Diese Herausforderungen haben mir jedoch geholfen, zu wachsen.
Nach drei Monaten frage ich mich: Wie kann ich in meiner Einsatzstelle einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen? Wie kann ich mich weiter mit meiner Community verbinden? Und wie kann ich mein spirituelles und persönliches Wachstum in den kommenden Monaten vertiefen?
Diese ersten Monate waren voller Lernen, Anpassung und Wachstum. Ich bin dankbar für die Chance und freue mich auf das, was vor mir liegt. Einer der schwierigsten Teile ist, weit weg von meiner Familie zu sein. Ich vermisse sie zutiefst.
Von Herzen danke ich der Presbyterianischen Kirche von Ruanda (EPR), der Vereinigten Evangelischen Mission (UEM), Ev. der Elias-Kirchengemeinde Dortmund und dem Referat Ökumene für ihre großzügige Unterstützung und dafür, dass sie meine Freiwilligenreise nach Deutschland sinnvoll, freudig und wirkungsvoll gemacht haben.
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