von Mavis aus Sambia

Mein Name ist Mavis. Ich bin 22 Jahre alt und komme aus Sambia. Zurzeit bin ich in Dortmund und mache meinen Freiwilligendienst in der Kirchengemeinde Berghofen, wo ich eng mit Menschen mit Behinderungen im Haus am Lohbach zusammenarbeite und sie unterstütze.
Diese Arbeit macht mir große Freude, da ich dabei viel über Geduld, Freundlichkeit und bedingungslose Liebe lerne. Jeder Tag ist sinnvoll, und ich lerne ständig von den Menschen um mich herum, während ich mich sowohl persönlich als auch beruflich weiterentwickle.

Als ich zum ersten Mal in Deutschland ankam, war mein erster Eindruck sehr positiv. Das Volunteershouse, in dem ich mit anderen Freiwilligen lebe, sowie die Menschen um mich herum haben mir sofort ein gutes Gefühl gegeben. Alle sind freundlich und herzlich, besonders die Menschen, mit denen ich arbeite. Sie haben mich warm aufgenommen und mir geholfen, mich wie zu Hause zu fühlen. Besonders dankbar bin ich Pfarrerin Sabina, die mir mit großer Freundlichkeit, Unterstützung und Verständnis begegnet ist. Ich schätze ihre Begleitung und Ermutigung sehr.

Ich möchte mich auch herzlich beim Ökumenischen Referat in Dortmund bedanken, das sehr freundlich zu uns und besonders zu mir war. Ich habe wirklich keinen Grund, mich zu beklagen, denn ich wurde in so vielen Bereichen unterstützt.

Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Das Wetter in Deutschland ist ganz anders als das, was ich aus Sambia gewohnt bin, und manchmal fällt es mir schwer, mich daran zu gewöhnen. Auch die Sprache ist für mich eine Herausforderung. Deutsch ist nicht einfach, aber ich bin motiviert, jeden Tag dazuzulernen und mich zu verbessern.

Auch wenn ich glücklich bin und mich gesegnet fühle, hier zu sein, gibt es Momente, in denen ich traurig bin, weil ich meine Familie sehr vermisse – besonders meine Mutter. Als Jüngste in meiner Familie wurde ich immer sehr geliebt und umsorgt. Es ist nicht immer leicht, so weit weg von ihnen zu sein, aber ich trage ihre Liebe immer in meinem Herzen, und das gibt mir Kraft.

Teil dieses Freiwilligenprogramms zu sein und nach Deutschland zu kommen, bedeutet mir sehr viel. Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe, dankbar gegenüber Gott und sehr dankbar gegenüber allen, die mich auf diesem Weg unterstützt und ermutigt haben.

Da der Sommer bald kommt, freue ich mich darauf, endlich die Sonne zu genießen und meinen Freiwilligendienst mit noch mehr Energie und Freude fortzusetzen.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meinen Text zu lesen ❤️